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Neue Anerkennungsstatistik des Hessischen Statistischen Landesamts

Wie hat sich die Zahl der Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation in Hessen im Jahr 2016 entwickelt? Auf welche Berufsfelder entfielen die meisten Anerkennungsverfahren? In welchen Ländern erwarben die Antragstellenden ihre Berufsqualifikationen? Antworten liefert die im August 2017 veröffentlichte Statistik des Hessischen Statistischen Landesamtes.

Aufwärtstrend: 4501 Anträge auf Anerkennung in 2016

Mit 4501 Anträgen auf Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation ist die Zahl der Verfahren nach dem Anerkennungsgesetz des Bundes (BQFG) und des Landes Hessen (HBQFG) in 2016 deutlich gestiegen: Knapp 1.000 zusätzliche Verfahren lassen sich im Vergleich zu 2015 verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg von 26 Prozent.

Von den 4501 gestellten Anträgen in 2016 wurden 2812 Verfahren abgeschlossen und davon ca. 90 Prozent positiv beschieden, sprich entweder eine volle Gleichwertigkeit ausgesprochen oder zu erfüllende Auflagen auf dem Weg dahin festgelegt.

Verfahren in der Gesundheits- und Krankenpflege und im Lehramt an erster Stelle

Der Großteil der Anerkennungsverfahren entfällt 2016 weiter auf reglementierte Berufsfelder (3642 Verfahren), da hier die Anerkennung Voraussetzung zur uneingeschränkten Berufsausübung ist. Entsprechend geringer fällt die Zahl der Anerkennungsverfahren in nicht reglementierten Berufen aus (859 Verfahren).

Mit 1315 Anträgen auf Anerkennung führen die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. -pfleger die Statistik nach Berufsgruppen an. Danach folgen Lehrerinnen und Lehrer (571), Ärztinnen und Ärzte (436) sowie mit deutlichem Abstand Ingenieurinnen und Ingenieure (281).

Überwiegend Europäer/-innen nutzen das Anerkennungsverfahren

Das Anerkennungsverfahren wird in Hessen weiterhin primär von Personen genutzt, die ihre Berufsqualifikation in einem europäischen Land erworben haben. Dies trifft auf 77 Prozent und damit rund 3500 Antragstellende zu. Anträge von Personen aus Drittstaaten, zum Beispiel aus Afrika, Amerika und Australien machen nur etwa 7 Prozent der Fälle aus. Rund 3 Prozent der Anträge entfallen auf Antragstellende, die ihre Ausbildung in einem asiatischen Land absolviert haben.

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